Jugendfarm Ludwigshafen-Pfingstweide e.V.

 

Mein Leben und die Jugendfarm!

Seit nun fast 14 Jahren gehe, komme und lebe ich auf der Jugendfarm. Angefangen mit dem reiten habe ich bereits, als ich noch in die Windeln machte. Es sei gesagt, daß ich auch heute noch dem reiten treu geblieben bin. Jetzt aber mal von vorne:

Mit elf Jahren habe ich die Jugendfarm entdeckt und war gleich total begeistert. Ich kam an die Longe, dann iNadine Frankenbergern die Anfängerrunden und schließlich bekam auch ich mein erstes Striegelpony und später auch mein Striegelpferd. Nun hat mich nicht nur das Reiten sondern auch die Arbeit im Stall fasziniert und mit 16 Jahren wollte ich den Beruf der Pferdewirtin erlernen. Schade war nur, daß man einen solchen Beruf hier in der Umgebung sehr schwer erlernen kann und so hätte ich von hier wegziehen müssen. Dies wollte ich aber auf keinen Fall machen, da ich ja nicht mehr auf die Jugendfarm hätte kommen können. Ich lernte also Rechtsanwaltsfachangestellte und konnte weiterhin jeden Tag auf die Jugendfarm kommen, reiten und auch sonst noch helfen. Mein gelernter Beruf gefiel mir unterdessen immer weniger und ich überlegte erneut eine neue Ausbildung als Pferdewirtin zu machen. Aber ihr alle kennt mich doch: Weg von der Jugendfarm wollte ich auch diesmal nicht. Sabine, die Pferdewirtin auf der Jugendfarm, hatte dann irgendwann beschlossen ihren Dienst zu kürzen und so kam dann ich ins Spiel. Nach Bewerbung und Vorstellung wurde das, was für mich bis dahin nur Gedanken und vielleicht auch ein Traum war, dann doch wahr und ich bekam die andere Stelle als Pferdewirtin auf der Jugendfarm. Einige Mädels vom reiten freuten sich mehr oder weniger mich jetzt öfters zu sehen. Im Vergleich zu meinem früheren Beruf ist die Arbeit hier körperlich viel anstrengender aber ich wollte diese nicht mehr tauschen.

Damit ich jetzt nicht zuviel gutes (von mir) erzähle, hört ihr jetzt auch noch die andere Seite von Jana:

Naja, was soll ich jetzt groß schreiben, ich muss ja aufpassen, sonst darf ich morgen wahrscheinlich gleich die Paddocks abäppeln (kaum dass sie hier arbeitet hat sich die Nadine nämlich gleich eine Strafe ausgedacht, für die, die was im Stall rumfliegen lassen oder sowas). Nein, ganz so schlimm ist sie ja gar nicht. Obwohl ich am Anfang schon so meine Befürchtungen hatte muss ich jetzt ganz ehrlich sagen, dass sie ihren Job hier ganz gut macht und auch keine kleinen Kinder quält oder sowas.

Jana Kessler